Historie 2017-02-17T12:02:02+00:00

 Bereits seit über 500 Jahren braut das Landshuter Brauhaus am Standort Landshut seine Bierspezialitäten in urbayerischer, handwerklicher Tradition.

Das Jahr 1493 steht dabei für viel mehr als das reine Gründungsdatum der Brauerei. Genau in diesem Jahr wurde in Landshut das älteste heute bekannte Reinheitsgebot, das Landshuter Reinheitsgebot, ins Leben gerufen. Und seitdem ist die Brauerei sowohl seiner Herkunft, als auch dem Reinheitsgebot tief verbunden.

In der heutigen Rechtsform besteht das Landshuter Brauhaus seit dem Jahr 1923, als sich die befreundeten Brauereien Koller und Fleischmann zusammenschlossen. In einer Zeit, in der die Landshuter Brauindustrie von 12 Vorkriegsbetrieben auf die Zahl von 4 Brauhäusern schrumpfte.
Beide Brauereien brachten dabei ein traditionsreiches Wirken ihrer Inhaberfamilien in diese „Ehe“ ein.

Als Brauer finden die „Koller“ bereits im 17. Jahrhundert Erwähnung in den Orten Regensburg, Abbach und Adlsberg. Mit Franz Koller, später Ehrenbürger der Stadt Landshut, Gemeinderatsvorsitzender und Inhaber verschiedener Ehrenämter, erscheint das Geschlecht 1848 zum ersten Mal in Landshut.
Sein Sohn Ludwig Koller, kgl. Kommerzienrat, bürgerlicher Magistratsrat, Inhaber vieler Ehrenämter, vermählt mit der Tochter des Landshuter Ehrenbürgers Georg Fischer, führte die Brauereitradition erfolgreich weiter bis zum Zusammenschluss mit der Brauerei Fleischmann, deren Familie sich ebenfalls auf mehrere Generationen zurückverfolgen lässt.

Der „Kollerbräu“ in der Altstadt ist als Braustätte in lückenloser Folge bis 1942 nachweisbar und auch im „Ainmiller“ lässt sich eine Bierbraustätte bis in das Jahr 1609 zurückverfolgen.

Ab 1923 ist die Entwicklung der Landshuter Brauhaus Privatbrauerei gekennzeichnet von den Zeitläufen mit Inflation, Krieg, Währungsreform und Wirtschaftsaufstieg. In den leitenden Positionen der Brauerei gibt die folgende Generation der Familien Koller und Fleischmann die Impulse für eine erfolgreiche Entwicklung des Unternehmens.
Es gelingt in persönlichem Unternehmereinsatz Rückschläge zu überwinden und den Betrieb in gezielter Anstrengung auszuweiten und zu modernisieren. So wurden ab den 60er Jahren enorme Investitionen getätigt, um die Brauerei erfolgreich in die Zukunft zu führen.

Ein Bekenntnis zur Herkunft und Tradition stellte die Einführung eines neuen Bieres, dem „Helmbier“ dar, dessen Name traditionsbewusst auf Landshuts Vergangenheit fußt. Dieses Bier prägte mit dem 1. Sud aus der kupfernen Braustätte einen weiteren Abschnitt in der Geschichte des Betriebes.

Heute geht das Landshuter Brauhaus als modernes mittelständisches Unternehmen mit hohem Bewusstsein für seine Tradition wohlgerüstet in die Zukunft. Aktuelle Investitionen sowohl in die Technik, als auch in die sympathische, heimatliche Marke ebnen den Weg, den Landshuter Bierfreunden noch lange mit den beliebten Bieren zu versorgen.

Dass es gelingen möge, das Werk von 4 Familiengenerationen erfolgreich weiterzuführen, dazu gebe nach dem alten Bauernspruch „Gott Glück und Segen drein“.